Geisendorf

Die erste urkundliche Erwähnung von Geisendorf datiert vom 22.12.1455 mit dem Namen Geyselßdorf.

1928 kam es zur Vereinigung des Gutsbezirkes Petershain mit den Gemeinden Geisendorf, Kleingörigk und Neupetershain zur Gemeinde Neupetershain.

Als am 18. Mai 1995 die Entscheidung der LAUBAG bekannt wird, dass die Weiterführung des Tagebaus Welzow-Süd nur um den Preis einer Umsiedlung von Geisendorf möglich sei, zählte das Dorf  41 Einwohner, die in 17 Haushalten lebten.

Das Dorf ist fast komplett  nach Neupetershain in die neu entstandene Jahnstraße umgezogen. So entwickelte sich die Gemarkung Geisendorf nach der 1999 erfolgten Grundsteinlegung für den Bürgertreff am Wasserturm  zum wohl schönsten Ortsteil von Neupetershain.

Es ist noch Platz für weitere Familien zum Bauen von Eigenheimen vorhanden.

In Geisendorf, das heißt in Neupetershain in der Jahnstraße 01 bis 21, lebt man ruhig und mitten in der Natur. Das Dorf ist trotz seines Alters von 557 Jahren durch die Umsiedlung ein junges Dorf geworden, in dem sich zur Zeit in 21 Haushalten  55 Einwohner davon 13 Kinder wohlfühlen.

GEISENDORF  -  20 JAHRE AM NEUEN STANDORT

Quelle: Geisendorg-Report, die ehemalige Ortslage

„12. November 2001 – LAUBAG und die Menschen von Geisendorf begehen in Anwesenheit eines Vertreters der Landesregierung feierlich den Abschluss der Umsiedlung im Bürgertreff von Neu-Geisendorf.“
So lautet die sachlich nüchterne Notiz aus der Chronik des Dorfes, das am 22. Dezember 2001 genau 546 Jahre alt geworden wäre.
10 Jahre später, das Bergbauunternehmen heißt inzwischen VATTENFALL, unterzeichnen die Gemeinde und der Konzern einen Kooperationsvertrag, der auf Initiative des damaligen Arbeitskreises zu Strategien des Dorfumbaus endlich zustande kam; höchste Zeit, dass der Konzern der Gemeinde und ihren Bürgern etwas von seinen hier erzielten Gewinnen zurückgibt.
Dazu gab es ein Bürgerfest am 23.9.2011 im Festzelt auf der Freifläche neben dem Feuerwehrhaus. Bilder sind heute noch im Internet zu finden.
Und weitere 10 Jahre später ?
Schaut man sich heute 2021 in Neu-Geisendorf um, so sind viele Generationen zu sehen, die hier ihr zu Hause gefunden haben. Von den jüngsten Einwohnern, die mit dem Kinderwagen die Runde um den Dorfteich kennenlernen, bis zu den ältesten Einwohnern, die aktiv bei den Traditionen wie Zampern oder beim kleinen Sommerfest dabei sind. Alle bilden eine Dorfgemeinschaft.
Das Dorf wächst, die einstigen Freiflächen sind Bauland geworden und zählen eine Reihe neuer Einwohner.
Wer sich für die ganze Geschichte der Umsiedlung interessiert, dem sei das Buch „Geisendorf – Report“ empfohlen (Alfa-Verlag, verfasst von Heidemarie Wianke und Klaus Trende), dass man in der Gemeindebibliothek ausleihen kann.
Dort kann man nachlesen, was die Geisendorfer verloren haben und aufgeben mussten und was sie am neuen Standort gewonnen haben.
Autoren: K. Pufe, S. Fritsch

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